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blau ist nicht die Autobahn: Farben und Formen der Strassenschilder

Normale Wegweiser sind in Schweden blau mit weißer Schrift. Die „blauen Wege“ und die Europastraßen werden vom staatlichen Vägverket unterhalten – dies gibt jedoch keinen Hinweis auf den Zustand der Wege.

Grüne / weis sind Hinweisschilder auf eine Europastrasse. Die meisten Autobahnen und Schnellstrassen sind auch gleichzeitig Europastrassen, umgekehrt gilt dies jedoch nicht.

Ortsschilder, ab denen die Verkehrsregeln für innerorts gelten, sind weiß mit schwarzer Schrift (Stadtsilhouette).  Blaue Schilder mit dem Ortsnamen dienen nur der Orientierung.

In Schweden sind ungeteerte, aber gut abgezogene (glatte) Schotterstrassen häufig anzutreffen.

Ein gelbes Schild weist auf einen „einfachen Weg“ hin, der nicht vom Vägverket unterhalten wird. Entsprechend gelten hier oft Haftungseinschränkungen bei der Benutzung.

Bei Dunkelheit vermisstm man oft die Reflexe an den Seiten der Strassen.

Reisgeschwindigkeit

Ortsdurchfahrten sind in Schweden ziemlich selten – und wenn dann eher bei grösseren Strassen anzutreffen. Es lohnt sich daher aus diesem Grund oft gerade in den waldigen Gegenden, eher kleine Strassen zu benutzen. Man ist hier nicht notwendigerweise langsamer unterwegs.

Schwedisch: 1 Meile (mil) = 10 Kilometer

Schweden messen Entfernungen gerne in Meilen. Damit ist aber weder eine nautische noch eine amerikanische Meile gemeint, sondern ganz einfach 10 km.

Autofahren im Winter

Winterreifenpflicht & Winterausrüstung

Zwischen dem 01.12. und 31.03. gilt in Schweden eine Winterreifenpflicht. Die Reifen müssen eine Matsch- und Schneekennung (M+S) aufweisen und eine Mindestprofiltiefe von 4 mm haben.

Diese Bedingung gilt auch für Anhänger. Empfohlen wird außerdem die Mitnahme einer Taschenlampe, Decke, Handschuhen, warmen Getränk, Abschleppseil, Überbrückungskabel, Reservesicherung und sehr wichtig: Einer Schaufel und etwas Sand.

Wichtig ist es auch, auf einen guten Frostschutz des Kühlerwassers zu achten ( – 30 Grad) und ein relativ dünnflüssiges Motoröl zu verwenden.

Strassenzustand

In Schweden sind Straßen oft verschneiter, als wir das aus Deutschland gewohnt sind. Auch sind die Räumintervalle oft ziemlich lang – oft bis 5 Stunden nach Ende des Schneefalles. Auf vielen Strassen wird eine Schneedecke von bis zu 5 cm akzeptiert. Nützlich ist daher die Übersicht “när kommer plogbilen?” (Wann kommt das Räumfahrzeug) vom Vägverket.

Reflektoren an den Seiten haben nur die grösseren Strassen. Bei den kleineren Strassen geben Weidestecken dem Räumfahrzeugfahrer die Information, wo die Strassenkante ist – trotzdem kommt es öfters vor, dass ein Stückchen (nicht stabil befahrbarer) Randstreifen mitgeräumt wird. Im Winter hält man sich daher immer eher in der Mitte der Strasse.

Vor allem in Norden gibt es Straßen, die über zugefrorene Seen führen und nur im Winter befahrbar sind.

Informationen zur Verkehrslage kann man beim Vägverket abrufen.

Blendgefahr

In Schweden steht die Sonne im Winter super, super tief! Gegen das viele Weiß ist eine starke Sonnenbrille sehr nützlich – und sehr vorrausschauendes Fahren.

Streusalz

In Schweden ist es relativ normal, dass Strassen nicht mit Salz gestreut werden. Wenn es richtig kalt ist, funktioniert Streusalz sowieso kaum. Normalerweise wird ein sehr scharfkantiger Splitt (der Aussieht wie Sand) verwendet.

Es lohnt sich, immer genug Scheibenspülmittel nachgefüllt zu haben. Wäscht man die Splittkörnchen nicht regelmässig mit viel Wasser weg (auch während der Fahrt) wird die Windschutzscheibe sehr in Mitleidenschaft gezogen.

Motorvorwärmer

Kommt man in den Genuss einen skandinavischen Leihwagen im Winter zu fahren, begegnet man einer Einrichtung die in Deutschland kaum bekannt ist: Eine Vorwärmeeinrichtung für den Motor.

Diese senkt den Verschleiss am Motor bei kalten Temperaturen erheblich und oft wärmt sie auch das Auto vor.

Diese Vorheizung wird 1-2 Std. vor Abfahrt an den Strom angeschlossen – nicht länger, sonst geht sie kaputt. Effektiv benutzen lässt sich dies nur im Zusammenspiel mit einer Zeitschaltuhr. Die meisten Hotells und viele Parkplätze biete Steckdosen für diese Motorheizungen an, die oft per Zeitschaltuhr geregelt sind.

Test: Skigebiet Hovfjället

Das Hovfjället liegt ca 20 km nördlich von Torsby. 15 Abfahrten mit einer Gesamtlänge von 5 km bieten recht ordentliche Bedingungen. Maximalen Fallhöhe 151 Meter. Skipass pro Tag ca. 25 Euro, billiger fur mehrere Tage hintereinander.

Da das Hovfjället ein Naturschutzgebiet ist, wurden die Abfahrten mit Rücksicht auf die Natur angelegt. Leider verschwindet der Eindruck der recht gewachsene Atmosphäre mehr und mehr – auch im Hovfjället entstehen nun Hüttendörfer am Skilift. Insgesamt sind diese Anlagen aber recht klein, es gibt ein paar neue Hütten, Wintercampingplätze und eine kleine Pension (Zentrumshuset) dirket an der Gipfelstation.

Unterkunftsmöglichkeiten gibt es überwiegend im Tal – von Campingplatz und Vandrahem (200 SEK pro Bett im Zweibettzimmer) bis zum luxoriösen Kunsterhotel. Leider braucht aber auf jeden Fall ein Auto um zum Skigebiet zu gelangen, es gibt überhaupt keine Busverbindung und darf sich durch die steile Zufahrtsstrasse nicht abschrecken lassen.

Oben am Berg die Temperaturen meistens ziemlich angenehm – es ist einige Grad wärmer als unten im Tal. Gerade für Kinderfamilien ist dies schön.

Skiverleih, Loipen, Restaurant, Parkplätze und Servicehaus sind direkt am Gipfel – kein umwerfender Service und leider nicht viele Alternativen, aber ganz in Ordnung.

Insgesamt sollte man darauf achten, dass der Sessellift geöffnet hat – ohne ihn ist das Skigebiet nicht wirklich attraktiv, da er die meisten interessanten Abfahrten erschliesst.

Langläufer kommen immer richtig auf ihre Kosten – es gibt viele gespurte Wege, die durch eine super schöne Natur fuhren.

In Torsby braucht sich die Schwimmhalle nicht hinter den klassichen Abendteuerbädern zu verstecken – und das ausgesprochen gute Preis- Leistungsverhältniss zieht regelmässig Besucher aus Karlstad an (Eintritt ca. 6 Euro Erwachsen / 4 fuer Jugendliche).

Im Abendteuerbad gibt es mehrere Becken – neben Schwimmbecken, auch Warmbecken, eine Gegenstromanlage, eine tolle Wasserrutschbahn und natürlich ist eine Sauna frei zugänglich. Es ist immer gut geheizt – und immer mind. 30 Grad im Wasser.

Wer es ein wenig luxoriöser will kann sich fur einen kleinen Aufschlag (2 Euro) in die Relaxabteilung einbuchen – ausser weiteren Saunas und einem Bubbelpool hat das aber nicht sehr viel Bedeutung.

Das Schwimmbad liegt mitten in der Stadt und ist auf jedem Stadtplan eingezeichnet.

Einziger Wermutstropfens sind die etwas gewöhnungsbedürftigen Öffnungszeiten.  Auch die Kantine hat ein eher kleines Angebot, aber es ist völlig okay eigenes Essen mitzubringen. Also immer nachgucken, ob das Bad auch tatsächlich offen hat.

Zum Glück hat Torsby ein “normales” Schrankschliessystem, so dass man auf das in vielen anderen Bädern gefordertes eigenes Vorhängeschloss verzichten kann. Ausserdem werden Badesachen bei Bedarf verliehen.

Essen am Abend (Nightlive)

Mittags kann man in Torsby richtig gut Essen – klicke auf “Essen gehen” in der Menüleiste. Aber was macht man am Abend?

Imbisse oder Dönerbuden in denen man sich für unter 5 Euro was schnelles holen kann, kennt man in Torsby nicht. In der Stadt gibt es aber zwei Burgerläden – Sibyllas und Quicklies, die klassichen Hamburgerfastfood und preiswerte Würstchen verkaufen. Quicklies am Torget ist etwas teurer, dafür kann man drinnen sitzen.

Pizzarien gibt es dagegen wie Sand am Meer – alleine in der Innenstad mindestens 6 Stück. Sie scheinen sich mit Ihrem Sortiment abgesprochen zu haben und es gibt nur wenige Variationen. Meistens gibts auch Döner und Gyros, manchmal Tacos. Die Salate sind mangelns frischer Zutaten zu jeder Jahreszeit kein Genuss.

Richtige Restaurangs gibt es mit Ausnahme des Chinesen, der eine ganz annehmbare Qualität hat, garnicht.

Die Kantine im ICA (Eingang bei der Tankstelle) serviert  ”Hausmannskost” und hat das “Gericht des Tages” (in mehreren Varianten) für ca. 7 Euro bis Abends um 18.00 Uhr. Das ist mit Abstand das beste Preis- Leistungsverhältniss und wenn ansonsten nur die Wahl zwischen Pizza oder Burger besteht, eine willkommene Abwechslung.

Alkohl wie Bier oder ein Glas Wein zum Essen servieren die wenigsten Pizzarien. Neben dem Chinarestaurang hat nur die “Barpizzaria” Hörnet (gegenüber dem Systembolaget) und die Pizzaria “Björnidet” einen Schankgenehmigung – sieht man von der nur im Sommer geöffneten “Factoriet” beim Hafen ab.

Kneipen gibt es garnicht – am nächsten kommt dem noch das Hörnet, das ab und zu an Freitagen und Samstagen (wie auch ab und an das Björnidet) an einer Disco versucht.

Die Anreise per Auto ist am einfachsten, wenn man in Deutschland und Dänemark viel Strecke macht: Bessere Strassen, höhrer Geschwindigkeiten.

Gerade die Langstreckenfähren sind auch als Fussgänger und ohne Auto interessant: Sowohl Stenaline und Colorline kommen mitten in den Grosstädten Göteborg bzw. Oslo an, haben oft erstaunlich billige Überfahrtspreise und man spart sich die Kosten für ein Hotel, weil man auf den Fähren gut übernachten kann.

Dummerweise ist die Zeit der “einfachen” Fährverbindungen inzwischen auch vorbei – die Fährgesellschaften orientieren sich an den Fliegern, was oft zu überhaupt nicht nachvollziehbaren Preisen führt.

Fürs Värmland sind die Fährverbindungen zwischen Dänemark und Norwegen sowie an die schwedische Westküste (meistens preiswert) gute Alternativen zu den ublichen Sudrouten..

Fähren nach Norwegen

Fähren nach Oslo kommen mitten in der norwegischen Hauptstadt an, wovon es noch ca. 2 – 2,5 Std. Fahrzeit nach Torsby über teilweise mittelmässige Strassen sind. Auch die anderen Fährorte am Oslofjord sind gut geeignete Ankunftshäfen für die Weiterfahrt ins Värmland.Fähren fahren ab:

  • Von Hirtshals an der Nordspitze Dänemarks nach Larvik fährt mehrmals täglich Colorline.
  • Von Kiel nach Oslo gibt es eine “Minikreuzfahrt” ebenfalls von der Colorline. Für Fusspassagiere gibt es hier oft erstaunlich billige Angebote.
  • Die Stenaline unterhält die Linie Fredrikshafen (ebenfalls an der Nordspitze Dänemarks) – Oslo. Preise schon ab 43 Euro pro Strecke mit PKW – gehören zu den billigsten Anreisemöglichkeiten überhaupt.
Nach Göteborg / an die Westküste

Einen guten Kompromiss stellen die Fähren an die schwedische Westküste dar. Diese Fähren sind meist billiger als die “Südvarianten”, fahren aber nicht so oft. Fahrzeit mit dem PKW ins Nordvärmland ca. 4 Std.:

  • Stenaline fährt Fredrikshaven (Nordspitze Dänemarks) nach Göteborg. Kurz und schnell.
  • Mein Favorit: Die Linie Greena (Mitteldänemark) – Varberg (kurz unter Göteborg) von Stenaline. Billig, gut.
  • Die Minekreuzfahrt- Langstreckenfähre Kiel – Göteborg von Stenaline ist deutlich schneller als Kiel- Oslo und mit Auto oft günstiger als die Langstreckenfähre von Colorline.
Normalstrecken im Süden Schwedens

Natürlich hat kann man auch das gesamte Angebot im Süden Schwedens nutzen:

  • Scandliens mit der “Rennstrecke” Helsingborg- Helsingör plus Puttgarden – Rödby oder Gedser – Rostock (oder in Kombination mit der Öresundbrücke). Besonders sinnvoll, wenns schnell gehen soll und man nicht planen kann. Ausserdem Fähren von Rostock und Sassnitz nach Trelleborg. Achtung: Durchwachsene Servicequalit! Die Brücke lohnt normalerweise weder zeitlich noch finanziell. Ebenfalls Scandlines bietet die aus dem Osten sinnvolles Strecke Rügen (Saßnitz) – Trelleborg an.
  • TT-Line mit Fähren von Rostock und Travemünde (Lübeck) nach Trelleborg. Fähren ab Lübeck fahren 7 Std und sind gut als “Zwischenübernachtung” oder Pause zu gebrauchen
  • Nordoe-Link mit seiner recht unbekannten Verbindung Travemünde – Malmö. Nur sinnvoll, wenn alles andere ausgebucht…
  • Für den Osten sind weiterhin den polnische Fähren von Swinemünde interessant. Es gibt zwei konkurierende Fährgesellschaften, was Preise und Bedingungen angenehm macht. Besonders wenn man Anhänger oder anderes Gedönse dabei hat, eine gute Alternative.

Bedauerlicherweise hat die grösste schwedische Fährgesellschaft Stenaline mittlerweile – wie auch die Fluggesellschaften, Bahnen und so weiter – ein “Realzeitpreissystem” eingefuhrt.  Die anderen folgen mehr oder weniger Stenalines Vorbild.

Das heisst, es gibt keine Preislisten mehr, sondern je nach Auslastung kostet die Uberfahrt auf der selben Strecke völlig unterschiedliche Preise. Das ist besonders deswegen so nervig, da es keine sinnvollen Funktionen gibt, sich beispielsweise die billigsten Preise innerhalb von einem Monat anzeigen zu lassen.

Was ich drigend suche, ist eine Metasuchmaschine fur die Fährtarife. Wer sowetwas findt, kann sich gerne bei mir melden.

Wer mehr oder weniger freiwillig mit den billigen “Tagesrandflügen” fliegt – für den stellt sich früher oder später die Frage: Wie gut kann man eigentlich nachts an diesem Airport warten oder schlafen?

Scheinbar ist kein Thema zu unbedeutetend, als dass es dafür nicht einge gute Datenbank im Internet gibt. Laut Berichten sc heint Oslo einer der besser geeigneten Airports zu sein. Ueber Skavsta gehen die Meinungen weit auseinander. Aber lest selbst – auf englisch.

Erstaunlicherweise sind fast alle skandinavischen Airports in der Datenbank http://www.sleepinginairports.net/ vertreten….

Stockholm Arlanda ist der internationale Hauptflughafen von Stockholm. Neben den regulären Fluggesellschaften fliegen auch einige Preiswertflieger von Berlin (Airberlin, Germanwings, Norwegian) und von Köln- Bonn (Germanwings) nach Stockholm Arlanda. Fur mehr Infos zu den Reisemöglichkeiten: Siehe die jeweiligen Artikel unter dem Punkt “Anreise”. Von Stockholm Arlanda gibt es mehrere Möglichkeiten nach Torsby weiterzureisen:
Direktflug Arlanda – Hagfors – Torsby 1,5 Std.

Zwischen Arlanda und Torsby gibt es zweimal täglich einen Linienflug – in kleinen Turboproppmaschinen mit 20 Sitzplätzen. Oft landen die Flieger in Hagfors zwischen, so dass man den Start zweimal erlebt. Trotz wahnsinniger Subventionen sind die Flieger sehr oft leer und die Preise total überteuert. Gebucht werden können Sie unter http://www.flyairlink.se/

Tickets gibts ab ca. 500 SEK.

Bahnverbindungen Arlanda – Torsby

Aber auch mit dem Zug kommt man von Arlanda gut nach Torsby. Der Flughafenbahnhof ist zu Fuß von den Terminals gut erreichbar. Bis Karlstad (Kil) ca. 1,5 Std. weniger Reisezeit – aber das letzte Stück gilt als Schwedens schönste Bahnstrecke. Reisezeit ab 5 Std mit bequemen Schnellzügen, letzte Verbindung aber schon 16:17. Preise ab 450 SEK. Infos, Verbindungen, Preise: http://www.sj.se

Weitere Möglichkeiten

Weitere Möglichkeiten sind die Fahrt mit SWEBUSEXPRESS nach Karlstad (nur was für Sparfüxe) oder ein Flug mit Skyways (5 mal täglich) nach Karlstad. Leider Umständliche Weiterreise vom Karstadter Flughafen.

Nicht verwechseln: Stockholm Arlanda mit “Ryanair Stockholm”

Aufpassen: Ryanair fliegt zum Flughafen “SKAVSTA” dem Stadtflughafen von Nyköping den Ryanair als “Stockholm- Süd” bezeichnet. Die beiden Flügplätze sind fast 200 km voneinander entfernt.

Test: Skidorf Branäs

Zunächst: Bränas ist ein Standort der Winterindustri – genau dass was die Schweden als “saisonsoffene Winterkulissenwelt” beschreiben: Alles geplant, kaum einheimisches Personal, nichts gewachsenes.

Trotzdem – oder gerade deswegen – kommt der Sportler hier auf seine Kosten: 17 km Abfahrten, die längste davon 3 km lang, funpark, skicrossbahn und recht beachtliche 415 Höhenmeter Fallhöhe haben dazu geführt, dass im kleinen Örtchen Branäs zwischen Stöllet und Sysslebäck fast alpenländisches Feeling herrscht.

Besonders toll ist, dass ein grossteil der Pisten Abends beleuchtet sind und das Skigebiet so täglich bis 19.00 offen ist. So kann man sich richtig auspowern, ohne frueh aus den Federn zu mussen. Das “Abendskifahren” kostet nix etxtra.

Einrichtung und Serviceniveau sind modern – in dem Restaurang Brants Bar setzt man sich gerne und Skipass und die Restaurangs haben durchaus noch annehmbare Preise. Viele Hutten liegen in Ski- in Ski-out Lage, so dass Einkäufe und Programmbesuche mit den Liften als Nahverkehrsystem erledigt werden können.

Natürlich kann Branäs nicht mit den großen Skigebieten (Trysil in Norwegen, Are) mithalten, aber bietet ein durchaus respektables Niveau das man von grösseren Anlagen im deutschen Mittelgebirge kennt. Selbst mitten in der Hauptsaison kommt es fast nie zu Schlangen und die Skifahrer verteilen sich über das große Gebiet sehr gut.

Erschlossen wird das Gebiet im wesentlichen durch eine Gondelbahn. In den Gondeln kann man nicht sitzen – und jedesmal wenn man liftet muß man die Skier ausziehen und oben wieder anziehen. Da ist es gut, dass die Abfahren recht lang sind.

Fur Skifans gibt einige nette Elemente: Die Skicrosstrecke beispielsweise oder der “happypark” bieten auch für den nicht trickskigewohnten Läufern lustige Fahrerlebnisse. Im Dogpark gibt es riesige Schanzen, an die ich mich nicht rangetraut habe…

Das Gebiet hat mehrfach den Preise für familienfreundlichkeit eingeheimst. Der Durchschnittsskifahrer kann die “Hinterseite” des Branäsberges getrost vergessen: Hier gibt es nur mässig geneigte “Autobahnen”, die von überall einsichtig sind. Ebenfalls wundern kann man sich über die Eltern, die mit ihren vierjährigen auf schwarze Pisten gehen. In Branäs rechnet man damit – alle Pisten sind breit und haben genügend Sicherheitsabstand, was aber ein wenig aufs Fahrerlebniss drückt.

Im Hovfjället sind einige leichte Abfahrten regelrechte “Genußstrecken”, weil Sie sich durch den Wald schlingern und so ein spannendes Fahrgefühl aufkommen lassen. Nicht so in Branäs: Hier ist alles sehr, sehr breit und spannende Waldstrecken fehlen völlig.

Wer sich das lieber nicht geben will, findet in den Örtchen entlang der Strecke Sysslebäck – Stöllet viele Unterkünfte in gewachsenen Strukturen. Parken ist kostenlos und kein Problem.

In der Anlage gibts alles was das man zum Winterurlauben braucht – und das für alpenländische Verhältnisse sehr preiswert. Ausrüstung kann man sich total problemfrei vor Ort leihen – eine echte Alternative auch für eine reine Skiwoche.

Branäs gehört nicht zum skistar-Konzern der eine sehr dominante Stellung hat sondern ist ein unabhäniger kleiner Betrieb, der mehr durch Qualität als durch Größe überzeugt.

Für eine Woche mit hauptsächlich Skifahren sicherlich eine Alternative. Auch Langlauffreaks kommen hier voll auf ihre Kosten – es gibt von Branäs ausgehend sowohl gespurte Loipen als auch Wanderwege, die man im Winter mit Geländelanglaufski (Tourenski mit beweglicher Langlaufbindung, z.B. Fischer E99) begehen kann.

Zwischen Torsby und Vägsjöfors gibt es von der nordvärmländischen Mountainbikevereinigung ein gut ausgebautes Wegenetz mit 7 Wegen und ca. 180 km Gesamtlänge. Das  bietet  genussvolles Mountainbiking in der värmländischen Waldlandschaft. Motorisierter Verkehr ist auf den Wegen nicht gerne gesehen. Im Weg findet sich eine gute topografischer Kartenausschnitt, der die Wege zeigt. Die Wege sind sehr deutlich markiert.

Leider sind die Wege fur den Normalradler nur bedingt brauchbar. Zwar fuhren sie grosstenteils auf (durchaus problemfrei zu befahrenden) Waldwirtschaftswegen, aber zwischendurch gibt es oft Passagen, wo mit dem normalen Fahrrad das Durchkommen möglich, aber nicht mehr genussvoll ist. Leider ist aus der Karte nicht zu erkennen, um welchen Untergrund es sich bei den Wegabschnitten handelt.

Folgende Wege sind ausgewiesen:

  • grun: 40,7 km, davon 5% auf Asphalt, 60% gut ausgebaute Schotterwege (Waldfahrstrassen) und 35% einfache Wege. Mit einem normalen Fahrrad ist der Grossteil davon sehr gut machbar, nur zwischen Nötberg / Busken und Säterberg sind ca. 3 km ein eher an einen Wanderweg erinnernder Abschnitt.
  • orange: 10,3 km, ganz auf problemfrei zu befahrenden Schotterstrassen.
  • blau: 8,1 km beim Valbergsängen nur einfache Waldpfade.
  • gelb: 4,2 km bei Vägsjöfors, nur einfache Waldpfade.
  • rot: 12,8 km bei Vägsjöfors, 99% einfache Waldpfade
  • 8,5 km schwarze Markierung, 60% Schotterstrasse, 30% Waldpfade, die sich bei Bedarf problemfrei umfahren lassen.

Die Homepage des Nordvärmländischen Mountainbikevereins erreicht man unter mountainbiking.se. Eine der treibenden Kräfte hinter dem Verein betreibt das Feriendorf (Hutten und Camping) “Abbas Stugby”, dessen Rezeption also sehr kompetent weiterhelfen kann. Hier werden auch Mountainbikes vermietet.

Wanderungen und andere Ausfluge lassen sich meistens nur mit guten Karten planen. Obwohl draussen im Gelände eine normale Landkarte fast unumgänglich ist, kann man sich die Anschaffung fur die reine Planung sparen. Fur Wanderungen und Fahrradtouren kommen die beiden Kartentypen “gröna kartan” im Massstab 1:50.000 und die blaue “bla kartan” im Masstab 1:100.000 in Frage. Daneben gibt es noch diverse Sonderkarten.

Unter  http://gis.lst.se/lanskartor kan man Landkarten sogar noch bis zu einem deutlich besseren Masstab abrufen und einzelne Seiten ausdrucken. Als Hintergrundkartenmaterial wird die “blaue”, “Grüne” und die noch detailierte ökonomische Karte benutzt.

Egal, ob Du eine Wanderung planst, ein Haus kaufen willst oder Dich über eine Gegen informieren willst: Landkarten sind immer eine gute Infoquelle. Für jede Aufgabe gibt es unterschiedliche Maßstäbe – und oft ist das eine teure Angelegenheit.

Die Bedienung ist eigentlich recht einfach: Man wählt ein Län aus und drückt auf “öppna tittskåp!” (öffne den Schaukasten). Es öffnet sich ein POP-Up Fenster und nun kann man in die (zunächst unbrauchbar aussehende) Karte hineinzoomen und hat eine ganze Menge Werkzeuge zur Verfügung.

Die Auswahl des Läns dient nur dazu, dem “Anfangspunkt” festzulegen. Im “Schaukasten” kann man den Kartenschnitt dann ohne Unterbrechnung zwischen den Läns verschieben. Die Darstellung wird m.E. erheblich übersichtlicher wenn man rechts “visa ortsnam” deaktiviert (dann verschwinden die doppelten Benennungen). Predikat genial! http://gis.lst.se

Wer mit dem Fahrrad nach Schweden anreisen möchte ist im Normalfall mit der Kombination Bahn und Fähre gut bedient. Man vermeidet am besten die Fahrt durch Dänemark.

In den letzten Jahren haben sich in Schweden die Fahrradmitnahmemöglichkeiten sehr verbessert. Für die Inlandszüge gibt das zuständige Banverket eine Karte heraus (pdf-format), auf der die Linien in denen Fahrradmitnahme möglich ist, verzeichnet sind.

Hagfors – der nächste Lidl

Hagfors hat in etwa die Grösse von Torsby. In der Innenstadt gibt es alles notwendige des täglichen Bedarfes. Subjektiv erlebt man vieles einen Hauch billiger als in Torsby, das Hagfors eine Arbeiterstadt ist.

Vorallem gibt es mehr spannende und billige Imbisse in der Innenstadt.

Im Industriegebiet hat sich Lidl niedergelassen – ist somit der nächste Superbilligmarkt von uns – und hat in der Gegend leider eine fast monopolartige Stellung was frisches, genießbares Gemuse angeht.

An der Strasse zwischen Hagfors und Ekshärad betreiben Holländer den Outdoorladen route45, der ganz inspirierend ist.

Das Värmland sieht ein wenig aus wie eine “Zipfelmütze”. Torsby liegt im Norden dieser Zipfelmütze am Nordrand des Dreieckes Stockholm, Oslo und Göteborg.

Utterbyn liegt ca. 6 km außerhalb der värmländischen Gemeinde Torsby. Es gibt Busverbindungen von Utterbyn nach Torsby, und Reisende, die mit dem Flugzeug ankommen, können für 2 Euro ein Sammeltaxi benutzen.

Torsby hat einen Bahnhof und Flugplatz und wird von der Schnellstraße E45 Göteborg – Kiruna (der “Via Lappland” oder Inlandsvägen) tangiert. Aus Deutschland reist man am besten mit einem der Billigflieger an. Generell regelt die Nachfrage das Angebot – die Preise für Reisen außerhalb der Saison können durchaus nur 1/5 dessen kosten, was die selbe Verbindung an anderen Tagen kostet.

Der zweitgrößte Flugplatz Skandinaviens (Oslo-Gardermoen) ist nur 150 km von uns entfernt. Per Bahn ist die Weiterreise dorthin aber sehr umständlich. Am Besten nimmt man sich in Gardermoen einen Leihwagen. Norwegen ist zwar nicht in der EU, aber in der EEG, so dass es hier kaum Probleme gibt.

Wenn ihr die Menus der Seite benutzt findet ihr weiterfuehrende Artikel:

  • Zur innerskandinavischen Weiterreise von den Flughäfen (Garedesmoen, Arlanda, Skavsta, Göteborg).
  • Zu Billigfliegern und anderen preiswerten Anreisemöglichkeiten gegliedert nach Regionen (Sueden, Westen, Norden von Deutschland).
  • Zur Anreise mit dem Auto.

Bei den Billigfliegern ist Ryanair eine Kategorie für sich selbst – wir sind schon mehrfach für unter 20 € inklusive Steuern und Gebühren geflogen! Ansonsten gibt es viele Alternativen für unter 100 €. Wir haben versucht, die Angebote der hier auf der Seite aktuell zu halten. Wer bei opodo.de etc. nach billigen Linienflügen sucht, wird auch oft überrascht von dem mittlerweilen geringen Preisunterschied..

Bei Anreise per PKW empfehlen wir auf jeden Fall in Dänemark Strecke zu machen, d a die dänischen Strassen gut ausgebaut und man deutlich schneller als in Schweden fahren darf. Per Fähre fährt man z.B. mit Stenaline Fredrikhavn- Göteborg oder Greena- Varberg. Genießer können auch eine „Kurzkreuzfahrt“ auf den Langfähren Kiel- Göteborg (Stenaline) oder Kiel- Oslo (Colorline) buchen – die Preise sind oft erstaunlich erschwinglich.

Ein Wort noch zur Ökologie: Die Anreise per Flugzeug ist ja fast unumgänglich, weil sich die Bahngesellschaften einfach nicht verkaufen wollen. Ein Großteil der fürs fliegen notwendigen Energie geht für Start- und Landung drauf. Umsteigen beim Fliegen ist nicht so einfach, wie bei der Bahn. Verbindungen wie sie z.B. Germanwings und Airberlin anbieten (mit Kurzstreckenflügen innerhalb von Deutschlands) halten wir für Unsinn.

Göteborg und Stockholm von fast jedem Ort in Deutschland fuer 29 oder 39 Euro umweltfreundlich und bequem per Zug erreichen? Ja, das geht! Zug ist garantiert billiger als Ryanair, norwegian und alle Billigflieger zusammen! (Fuer dieses Geld könnt ihr ja kaum die Flughafenbusse bezahlen).

Dummerweise macht es die Bahn fuer den Normalsterblichen nicht gerade einfach, die entsprechenden Verbindungen zu finden: Es existiert ein Sparpreis Suedschweden, der allerdings in Nah- und Regionalverkehrszuegen im Ausland nicht gilt. Wider jede Gewohnheit und Logik wird es also billiger, wenn man nur teure Zuege benutzt.

Entsprechend kompliziert ist es, dem Bahncomputer eine Verbindung mit diesen kleinen Preisen zu entlocken. So geht es Schritt fuer Schritt:

  • man gibt als Ausgangs- und Zielbahnhof Bahnhöfe ein, von denen man weiss, dass sie vom Fernverkehr angefahren werden – und als Zielbahnhöfe in Schweden entweder Malmö, Stockholm oder Göteborg (andere kennt der DB Computer zwar, ermittelt aber keine Preise).
  • man klickt in der Suchmaske auf “erweiterte Verkehrsmittelwahl” und macht das Häckchen unter dem Punkt “NV” weg.
  • Nun sucht man, muss das Alter angeben – und schwuppdiwupp hat man plötzlich Verbindungen fuer 39 Euro, die vorher 139 gekostet haben. Unlogisch wie immer – oder?

Experten kriegen es auch noch hin, nur im Ausland die Regionalzuege abzuwählen und so direkt vom Heimatbahnhof abzufahren. Dazu muss man direkt bei der Eingabe einen Zwischenhalt an der Grenze (meistens Kopenhagen) eingeben, dann erhält man im “erweiterte Verkehrsmittel”dialog eine weitere Zeile, auf der man den Regionalverkehr nur im Ausland abwählen kann.

Natuerlich hat man das Recht, mit einer Fahrkarte, die nach Göteborg gilt, auch beispielsweise in Hallsberg auszusteigen, um eine bei www.sj.se gebuchte Fahrkarte zu nutzen.

Fazit: Typischer Insiderkluengel – aber im Ergebnis sehr interessant. Vielen Dank an Mark und Georg fuer den Tipp und die weiteren Infos.

Ueberall in den Medien liest man gerade, dass Ryanair seine Verbindungen zusammenstreichen will.

Ryanair hat zwar sehr billige Preise, die Gesamtkosten der Reise waren allerdings meistens auf dem gleichen Niveau von anderen Gesellschaften. Laut boardning.no scheinen hauptsächlich die Verbindungen von Bremen, Weeze und Frankfurt nach Göteborg wegzufallen. Von Weeze aus wird auch die Verbindung nach Oslo eingestellt.

Immer wieder glauben Leute, dass man runt um Weihnachten nicht nach Schweden in Urlaub fahren kann – schlicht zu dunkel, lautet das Argument. Das kommt wahrscheinlich daher, dass man die Tage im Sommer als extrem lang erlebt und nun meint, im Winter ist es genau umgekehrt.

Da die Erdachse leicht schräg steht, sind in Schweden die Dämmerung und der Sonnenaufgang extrem lang. Auch wenn hier die Sonne um 20.00 Uhr fahrplanmässig “untergeht” heisst das also nicht, dass das Licht mit einem Schlag verschwindet – oft erlebt man die Tage im Juni als durchgehend, weil schlicht und ergreifend Dämmerung und Sonnenaufgang zusammenfallen und es nie richtig dunkel wird.

Im Winter gilt das umgekehrte. Am 23.12. – also dem kürzesten Tag des Jahres, scheint hier in Utterbyn die Sonne zwischen 9.12 und 15.04.  Das bedeutet aber nicht, dass es davor und danach gleich auf einen Schlag stockdunkel wird. Am ersten Januar ist es auch um 16.30 noch recht hell..

Damit ist es vielleicht einige Minuten früher dunkel als in Deutschland. Man sollte nie vergessen, dass es von hier aus immer noch weiter zum Polarkreis als bis nach Hamburg ist – und selbst am Polarkreis ist die Sonne nur eine einzigen Tag nicht zu sehen.

Entscheidend für das Erleben und die Intensität der Sonneneinstrahlung ist natürlich ob Schnee liegt oder nicht. Wenn der erste Schnee (meistens Mitte Dezember) kommt, fühlt sich alles gleich viel heller an…

Wer genau die Sonnenscheinzeiten sehen möchte kann auf www.klart.se auf “utökad” klicken und erhält so die Sonnen auf- und Unterganszeiten.

Vandrahem Brockenstrand

Ein riesiger 60 Jahre Klotz der eine Kombination von Jugendherberge und Altenheim beherbergt – das klingt erstmal abschreckend.

Ca. 100 Menschen in dem kleinen Ort Vitsand (nahe am Hovfjäll) haben uber Jahrzente dafur gesorgt, dass in den kleinen Ort etwas passiert. Die Menschen haben hier wirklich Lust darauf, Gäste zu versorgen – und kaum Ahnung von der Tourismusindustri.

Entsprechend ist die Atmosphäre: Verwunderlich an manchen Ecken, aber im grossen und ganzen sehr persönlich. Vor allem das Preis- Leistungsverhältniss ist mit 200 SEK pro Person fuer ein gut ausgestattes Zweibettzimmer sehr gut. Währen nicht die kleinen Provisorien wurde das ganze ohne weiteres als Hotell – und nicht nur als Jugendherberge – durchgehen.

Von allen Jugendherbergen in Torsby sicherlich diejenige mit dem meisten Potential.

Ja, kalt wird es in Schweden schnell. Richtig kalt. Aber das ist kein Grund, im Haus zu versauern. Kälte lässt sich ganz gut aushalten – wir haben hier meist eine sehr trockene Luft, die dazu fuehrt das der chillfaktor (Auskuehlungsfaktor) selbst bei – 25 Grad noch recht gering ist.

Es sind viele “Bauchgefuehle” im Umlauf, die leider recht häufig zu Fehleinschätzungen der Lage fuhren. Eine der weitverbreitesten Missverständnisse ist, dass wenn es im Tal kalt ist, es auf den Bergen noch kälter ist. Lässt man sich davon nicht abschrecken merkt man – oben ist es ueberraschend warm! Wenn es im Tal – 25 Grad hat, kann es auf den Bergen nur – 5 Grad haben. Der Grund ist einfach: Richtig kalt wird es nur, wenn es windstill und Hochdruckwetter ist. Dann sortiert sich die Luft in Schichten – kalte Luft sinkt nach unten in die Täler und Seen, warme Luft steigt nach oben.

Genauso glauben viele Menschen, dass man durch anziehen von noch mehr Kleidern wärmer wird. Kleidung tut jedoch nichts anderes, als die Wärme, die der Körper ausstrahlt zu isolieren – und wenn der Körper keine Wärme ausstrahlt, nutzt die beste Kleidung nichts. Daher gilt wenn man anfängt zu frieren: In erster Linie bewegen!

Beim Anziehen sind zwei Dinge wichtig: Wind abhalten und fuer Termoregulationsmöglichkeiten sorgen. Da der Kopf die meiste Wärme ausstrahlt, ist es am leichtesten mit unterschiedlichen Muetzen sich den Temperaturen anzupassen. Wenn wir in der Winterkleidung anfangen zu schwitzen, wirds schnell kalt.

Bei richtiger Hundskälte lohnt es sich, die Kleidung erstmal richtig durchzuwärmen. Man kann sich einige Minuten bevor man das Haus verlässt mit aller Winterkleidung im Haus aufhalten – oder effektiver rausgehen und sich erstmal viel bewegen. Fängt man an zu frieren schaltet der Körper auf eine “Energiezentrierung” und versucht die Organe warm zu halten. Hände und Fuesse fangen an zu frieren. Dem kan man ganz leicht durch Bewegung entgegenwirken. Statt sich in die Ecke zu stellen, hilft es, sich kurz aber kräftig anzustrengen.

Mitten in Torsby und trotzdem nicht sehr auffällig liegt das Restaurang “Hörnan” – schräg gegenuber dem Systembolaget.

Montag bis Freitag wird hier ein ordentliches Lunchbufett fuer 70 SEK angeboten. Zwei Warmgerichte, am Testtag sogar gefuellt Weinblätter auf dem Salatbufett, odentliche Gratisgetränkeangebot, Kaffe hinterher – in einer durchaus annehmbaren, wenn auch nicht direkt schönen Atmosphäre. Ohne grosse Besonderheiten – aber preiswert und gut.

Selma spå plus in Sunne

In Sunne gibt es das Hotel “Selma spå+” dass von sich behauptet, eine der grössten Sauna- und spå Anlagen im Norden zu haben. Auch Nicht-Hotelgäste können sich in die Spa Abteilung einkaufen – fuer 250 SEK darf man drei Stunden rein. Auf deren Webseite ist das nicht so leicht zu erkennen, weil hier nur teurere Packete beschrieben werden.

Das Hotel liegt ein wenig zurueckgesetzt auf der westlichen Seite der 45 – ist von dieser gut zu sehen und noch besser ausgeschildert.

Ist man drinnen, so stellt man fest, dass sich die Anlage nicht mit Saunalandschaften wie man Sie z.B. in Kassel, Bad- Sassendorf oder Bremen findet messen kann: Ein Dampfbad, eine Saune, ein Eisbecken pro Geschlecht und draussen ein Pool sowie Bubbelbad ist schon alles. Saunas mit verschiedenen Temperaturen, Duften etc. sucht man vergeblich. Nach 1,5 – 2 Std. ist man gut durch.

Auch die gross angekundigte Frucht- und Getränkebar ist in der Realität deutlich bescheidener: Ein Korb mit Äpfeln und kostenloses kaltes Wasser ist alles. Leider standen bei unserem Besuch wirklich uberall leere Plastikbecher herum und der Anlage hätte ein wenig Reinigung nicht geschadet.

Insgesamt eine schöne Anlage, aber fur die Leistung viel zu teuer. Im Torsbier Schwimmbad hat man deutlich mehr – und selbst wenn man extra fur die nur aus einem Bubbelpool bestehende Relaxabteilung bezahlt kommt man deutlich billiger weg. Pluspunkt von Selma spa ist sicherlich, dass sie sehr kundenfreundliche Öffnungszeiten haben.

Kennst Du eine Adresse in Schweden, weist aber nicht, wie Du hinkommst? Willst Du die Gegend mal von oben sehen?

Besser als Googleearth oder Viamichelin funktioniert in Schweden normalerweise hitta.se . Hier kannst Du Dir auch ein schönes Luftbild unseres Hofes ansehen – zeigt die Lage zwischen zwei Seen wunderschön von oben…

Gute und detailierte Landkarten (richtige topografische) finden sich auf den Webseiten der Länsstyrelsen unter http://gis.lst.se. Län und Kommune wählen, öppna tittarskap klicken und dann reinzoomen.

Bewunderswert viele Menschen haben offenbar Probleme damit, Briefe für den internationalen Postverkehr richtig zu adressieren. Ein normaler Brief ist von Deutschland 3 – 4 Tage nach Schweden unterwegs. Wer aber “kreativ adressiert” kann durchaus 4 Wochen warten.

Übrigens: In Deutschland gibt es eine ganze Menge Orte und Ortsteile die nach Ländern benannt sind. Kleine Orte mit Namen wie “Amerika” oder “Schweden” gibts ne ganze Menge. Es ist daher empfehlenswert, sich an die internationalen Standarts zu halten.

Auch in Schweden sind Briefe aufgebaut wie in Deutschland:

Name des Empfängers                                                            Melanie Beispiel
c/o Name der postalisch gemeldeten Person          c/o Annette Chapligin
Strasse/Ort Hausnummer                                                  Utterbyn 163
Postleitzahl Postort                                                             68592 Torsby
Sweden                                                                                        Sweden

Eine Besonderheit ist, dass in Schweden nicht alle Häuser Nummern haben. Manchmal hat ein Haus auch einfach einen Namen. Dann wird der Name des Hauses vor dem Ortsteil angegeben. Vergißt man dass und läßt etwa das “Alhult” aus dem Beispiel weg sucht die Post nach einem Teilort der so heißt wie der Hausname – und davon gibt es ebenfalls einige!

Name des Empfängers                                    Melanie Beispiel
c/o Name der postalisch gemeldeten   Person     c/o Andreas Exempel
Hausname Ortsteil                                         Rönnberga Ålhult
Postleitzahl Postort                                       59094 Blackstad
Sweden                                                                  Sweden

Im Zweifelsfall kann man bei hitta.se nach der gemeldeten Person suchen und hier die richtige Adressangabe herausfinden. Hitta.se wird von fast allen Speditionen und Packetdienstfahrern benutzt.

Häufige Fehler hierbei:

  • Unkorrekte Anwendung von c/o. c/o heißt in etwa “wohnt bei”. Wer hierhin den Namen des Empfängers schreibt veranlasst die Post im Adressbuch nach dieser Person zu suchen. Die Post liest Adressen immer von unten nach oben – genau andersherum wie wir vermuten!
  • Fehlerhafte Landesbezeichnungen, Kürzel vor der Postleitzahl. Etwa: S-59094 Blackstad. Dieser Brief geht nach Spanien.
  • Landesbezeichnung nicht in der untersten Zeile, sondern irgendwo. Die Post liest von unten nach oben. Steht Schweden irgendwo, versucht sie in Deutschland zuzustellen. Besonders beliebt: 59094 Blackstad / Schweden. Hier versucht die Post im Ort 59094 in Deutschland einen Ortsteil mit der Bezeichnung Schweden zu finden. Sicherer ist auch die Landesbezeichnung in einer internationalen Sprache zu schreiben. Entweder in der Postsprache französisch oder in englisch.

Wann lohnt es sich besonders, in Nordvärmland zu fahren? Meine Bauchprognose sagte schon immer: Besser nicht im Juli / August, sondern kurz vor und rund um Mittsommer.

Die Wetterstatistik des SMHI zeigt: Juli ist mit statistisch 16 Regentagen wirklich kein besonders toller Reisemonat (das letzte Diagramm auf der Seite zeigt die Verteilung). Zum Vergleich: Im Juni sind es gerademal 6 Regentage und auch der September ist sehr gut. Irgendwo dazwischen liegt der August.

Als Deutsche müssen wir auch immer wieder mit den Saisonzeiten aufpassen: In Schweden beginnen die Sommerferien deutlich früher – meistens Anfang Juni. Ende Juli beginnen die ersten Einrichtungen schon wieder mit begrenzten Öffnungszeiten und Mitte August ist die Sommertourismuszeit garantiert vorbei.

Aber gerade in der Vor- und Nachsaison erwartet einen gutes Wetter und guter Service…

Leider ist in Torsby die Zeit stehengebliegen  - es gibt nur Läden wie in Zeiten des klassichen Duopols, die gerade im Frischebereich eine Qualität anbieten, die häufig die Grenze des eßbaren unterschreitet. Hier helfen nur die klassischen Landhandeltipps: Wenn die Milch nicht nur bis morgen haltbar sein soll, hinten im Regal gucken, beim Obst und Gemuse genau auf Druck- und Schimmelstellen gucken.

Konsum unterhält einen Laden mitten im Stadtzentrum, gleich am grossen Platz. Ganz in der Nähe gibt es Peakas, der ebenfalls zu Konsum gehört und eine Art Niedrigpreis und Resterampe des Konsumkoncerns ist.

ICA hat in der Stadt einen kleinen “ICA NÄRA” Laden und hat Torsbys grösstes Lebensmittelgeschäft direkt an der 45.

Monate- och wochenlang haltbare Produkte (wie Käse beispielsweise) werden auch noch am letzten Tag des Mindesthaltbarkeitsdatums zum vollen Preis verkauft – ohne das irgendjemand vom Personal das komisch fände.

Aber gerade bei ICA gilt: Natürlich ist alles hübsch dekoriert. Es ist schon fast Realsatiere den Verkäufern dabei zuzusehen, wie sie eindeutig verfaultes nochmal hübsch arrangieren oder an der Kasse einen Lauch als “Brokoli” eingeben. Dafur muss man dann noch sehr tief in die Tasche greifen: Bei Lidel oder den Grossmärkten in Karlstad erhält man furs gleiche Geld fast das doppelte.

Was weit draußen auf dem Land vielleicht noch ganz okay ist, ist Torsby einfach unwürdig.

Lebt man hier sehnt man sich nach jeder Möglichkeit bei Lidel oder Netto einzukaufen – nicht unbedingt weil es hier bis zu 30% billiger ist, sondern auch weil das Konzept mit hohem Warenumschlag kaum was vergammeln lässt. Der nächste Lidel ist leider erst in Hagfors, alle anderen Läden finden sich in Karlstad. In Sunne ist das Qualitäts- und Preisniveau deutlich besser – hier verhindert der Pendelabstand nach Karlstad die schlimmsten Auswuchse.

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