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Die Anreise per Auto ist am einfachsten, wenn man in Deutschland und Dänemark viel Strecke macht: Bessere Strassen, höhrer Geschwindigkeiten. Fährverbindungen gibt es nach Norwegen (kürzeste schwedische Stecke), an die schwedische Westküste (meistens preiswert).

Fähren nach Norwegen

Fähiren nach Oslo kommen mitten in der norwegischen Hauptstadt an, wovon es noch ca. 2 – 2,5 Std. Fahrzeit über mittelmässige Strassen sind. Auch die anderen Fährorte am Oslofjord sind gut geeignete Ankunftshäfen für die Weiterfahrt ins Värmland.Fähren fahren ab:

  • Von Hirtshals an der Nordspitze Dänemarks nach Larvik fährt mehrmals täglich Colorline.
  • Von Kiel nach Oslo gibt es eine “Minikreuzfahrt” ebenfalls von der Colorline (recht teuer und lange).
  • Die Stenaline unterhält die Linie Fredrikshafen (ebenfalls an der Nordspitze Dänemarks) – Oslo. Preise schon ab 43 Euro pro Strecke mit PKW – gehören zu den billigsten Anreisemöglichkeiten überhaupt.
Nach Göteborg / an die Westküste

Einen guten Kompromiss stellen die Fähren an die schwedische Westküste dar. Diese Fähren sind meist billiger als die “Südvarianten”, fahren aber nicht so oft. Fahrzeit mit dem PKW ins Nordvärmland ca. 4 Std.:

  • Stenaline fährt Fredrikshaven (Nordspitze Dänemarks) nach Göteborg. Kurz und schnell.
  • Mein Favorit: Die Linie Greena (Mitteldänemark) – Varberg (kurz unter Göteborg) von Stenaline. Billig, gut.
  • Die Minekreuzfahrt- Langstreckenfähre Kiel – Göteborg von Stenaline ist deutlich schneller als Kiel- Oslo und außerdem wesentlich günstiger als die Langstreckenfähre von Colorline.
Normalstrecken im Süden Schwedens

Natürlich hat kann man auch das gesamte Angebot im Süden Schwedens nutzen:

  • Scandliens mit der “Rennstrecke” Helsingborg- Helsingör plus Puttgarden – Rödby oder Gedser – Rostock (oder in Kombination mit der Öresundbrücke). Besonders sinnvoll, wenns schnell gehen soll und man nicht planen kann. Ausserdem Fähren von Rostock und Sassnitz nach Trelleborg. Achtung: Durchwachsene Servicequalit! Die Brücke lohnt normalerweise weder zeitlich noch finanziell. Ebenfalls Scandlines bietet die aus dem Osten sinnvolles Strecke Rügen (Saßnitz) – Trelleborg an.
  • TT-Line mit Fähren von Rostock und Travemünde (Lübeck) nach Trelleborg. Fähren ab Lübeck fahren 7 Std und sind gut als “Zwischenübernachtung” oder Pause zu gebrauchen
  • Nordoe-Link mit seiner recht unbekannten Verbindung Travemünde – Malmö. Nur sinnvoll, wenn alles andere ausgebucht…
  • Für den Osten sind weiterhin den polnische Fähren von Swinemünde interessant. Es gibt zwei konkurierende Fährgesellschaften, was Preise und Bedingungen angenehm macht. Besonders wenn man Anhänger oder anderes Gedönse dabei hat, eine gute Alternative.

“Aber gibt es denn das jedermannsrecht (Allemannsrätten) nicht mehr?” ist eine der häufigsten Fragen, wenn man beim Ubernachten an einem ach so idyllischen Badeplatz im Wohnmobil ein fettes Busgeld kassiert.

Das ist ein sehr klassiches Missverständniss. Das Jedermannsrecht ist dafur da, dass menschen dies sich per Muskelkraft, also beispielswseise zu Fuss, Pferd, Kanu oder Fahrrad durch die Natur bewegen während ihrer Aktivität eine Nacht im Wald verbringen können. Egal wieoft man irgendetwas anderes liest: Fur motorisierte gilt das Jedermannsrecht nirgends.

Selbstverständlich gilt das Jedermannsrecht auch nicht auf angelegten Plätzen, die einen anderen Zweck haben. Jedes campen auf dem Dorfbadeplatz, an der Sporthalle uä. ist also untersagt – genauso wie auf Holzablageplätzen mitten im Wald.

Fur reisende mit Wohnmobil gilt also die ganz einfache Regel: Ab auf den nächsten Campingplatz – oder den Besitzer des Grunds fragen, ob man ubernacht dort stehen bleiben kann. (z.B. bei Restaurangs). Kleiner Trost: Es gibt viel mehr Campingplätze mit oft nur sehr wenigen Stellplätzen als die die man direkt von der Strasse aus sieht. Aus >Seiten wie Camping in Värmland sind nicht mal ein funftel aller Campingsplätze gelistet – es lohnt sich ein Blick ins Telefonbuch.

Da diese Form des wildwesturlaubs – den wir in Deutschland nie tolerieren wurden – ein richtiges Problem darstellt, gehen jetzt viele Gemeinden auch rigoros mit illegalen Campern um.

Auch an Gewässern gibt es sehr selten Plätze, die unter das Allemannsrätten fallen. Man sollte nie vergessen, das eine Wiese nie “ausversehen” dort ist sondern es sich auch hier um eine lantwirtschaftliche Nutzung handelt – man darf nicht in wachsendem Erntegut campieren. Viele Gmeinden entschärfen diese Konflikte, in dem sie Kanurouten mit Ubernachtungsstellen anlegen und dafur einen kleinen Obolus erheben (meistens um die 30 SEK). Auch hier gilt: Weder kann man sich mit dem Verweis auf das Jedermannsrecht um den Obolus drucken noch einfach sein Zelt auf der Wiese neben an aufstellen.

Der Ton in der Debatte um das Jedermannsrecht in Schweden wird immer schärfer. Wir tun gut daran uns sinnvoll zu verhalten. Zwar sieht der einzelne nie, wie sich im Sommer die Landschaft verändert – uberflussig ist immer nur das Wohnmobil des Nachbarn.

Die Strecke von Fensbol bis kurz vor Torsby ist eine sehr schöne Tagesunternehmung mit dem Kanu.

Einsetzen kann man in Fensbol – oder wer per PKW kommt am Rastplatz “Hänsjön” auf der 45. Zunächst fährt man auf dem ruhigen Hänsjön Richtung Suden, man kann auch einige Abstecher z.B. in den Järnäsviken machen, der mit dem Hänsjön in Verbindung steht (aber eine Strassenquerung hat, an der man umtragen muss).

Kurz hinter dem Hänsjön verwandelt sich der Ljusnån in einen gemächlich dahinfliessenden, traumhaften Waldfluss – die Strömung ist merkbar, aber nicht so stark.Man kann also eigentlich immer problemlos zum Ausgangspunkt zuruckpaddeln.

Der Ljusneån ist bis zu einem Elektrowerk kurz vor Torsby problemfrei und ohne Umtragungen fahrbar. Das Elektrowerk liegt einige hundert Meter nördlich der Strasse 239 ganz am Beginn von Utterbyn. Aussteigen kann man hier am einfachsten am westlichen Ufer, wobei die Strasse Kvarnvägen in Önnerud am nächten fur eine Abholung geeignet ist. Man kann aber auch einfach zuruckpaddeln.

Dorfbadeplatz in Utterbyn

In Utterbyn gibt es Zugang zum Hansjön. Um mehr Acker zu gewinnen, wurde der See vom Niveau her gesenkt. Durch den See fließt (am Westufer) der Lyseån – ein kleiner Fluß.

Beste Naturbedinungen also für einen schönen Badegenuß: Ein flacher See  der schnell warm wird, Frischwasserzufluß (für gute Wasserqualität) – fehlt nur noch ein guter Zugang.

Diesen findet man an der Ostseite in Utterbyn. Man fährt auf der “Dorfstrasse” Richtung Norden (Fensbol) und schaut auf der Karte (onlinekarte: Siehe Navigation) nach, wo die Tuvnäs liegt.

Wenn der Weg eine Rechtskurve macht, biegt man links ab und fährt auf einen Feldweg entlang, der nicht beschildert ist. Man kommt in einen Wald und fährt immer noch weiter. Später lässt man das Auto stehen hält sich links und gelangt nach wenigen Metern zu Fuß zu einem kleinem Badestrand (Sand) ohne weitere Infrastruktur. Kopfsprunge sollte man hier nicht machen – das Wasser ist sehr flach.

Kommt man an der Kreuzung nach Utterbysäter vorbei (rot-gelbes Hinweisschild) ist man zu weit gefahren.

Aktivitätsring Värmland

Der “Aktivitätsring Värmland” ist ein Verein, in dem sich unterschiedliche Firmen aus dem Tourismussektor zusammengeschlossen haben. Der Verein hat 30 km um den Flugplatz Hagfors alle Tourismusunternehmen eingeladen, ein Netzwerk aufzubauen.

Die Homepage des Vereins http://www.aktivitetsringen.se vermittelt auf deutsch, schwedisch, englisch und niederländisch weitere Infos zu den Mitgliedsunternehmen, die vom Kanuverleih bis Hundeschlittenanbieter reichen.

Sunne Vattenland ist eine kleiner aber feiner Wasservergnügungspark: In vielen “Fahrgeschäften” kann man nasse Abenteuer erleben. Geöffnet jeden Tag im Sommer. Ein Schwimmbecken oder klassische Tropenbadelandschaft sucht man aber vergeblich.

Baden kann man im Frykensee, an dessen Strand das Wasserland liegt.

Das Wasserabendteurland ist kein ganz preiswertes Vergnügen: Der Eintritt kostet rund 10 Euro, nocheinmal soviel muß man für die “Attraktionsfahrkarte” bezahlen – macht alles im allen ca. 20 Euro pro Person. Rabatte gibts für “kurze” und außerdem gibt es preiswerte Mehrtageskarten.

In Unmittelbarer Nähe vom Vattenland liegt ein recht grosser, gut ausgestatter Campingsplatz und Rottneros Park. Ebenfalls in unmittelbararer Nähe gibt es einen “Abendteuerminigolfbahn” mit interessanten Naturhindernissen und eine “Fussballgolfbahn” mit verschiedenen Geschicklichkeitssationen für Fußballfreunde.

Abblendlicht immer – Achtung Blinker!

In Schweden fährt man immer mit Abblendlicht. Viele Schweden haben sehr starkes Extrafernlicht an ihre Fahrzeuge angebaut. Wenn Sie geblendet werden: Starren Sie nicht in den Scheinwerfer, sondern richten Sie ihren Blick auf die Seitenlinie!

Die Schweden haben an ihren Autos immer sogenannte Seitenblinker montiert, wie sie sich mittlerweile in Deutschland auch durchsetzen. Aber speziell mit älteren Autos (z.B. dem guten alten T2) sollte man sich bewusst sein, dass die Schweden oft nicht mit Abbiegen rechnen, weil sie gewohnt sind, den Blinker deutlicher zu sehen.

70 km/h Normalgeschwindigkeit

Generell gilt in Schweden überall, wo nichts anderes steht, ein Tempolimit von 70 km/h, innerorts 50 km/h. Auf größeren Strassen sind oft 90 km/h zugelassen, auf der Autobahn max. 110 km/h.

Wenn keine Hinweisschilder zu finden sind, gilt Tempo 70! Die Schweden sind bei der Auslegung der Geschwindigkeitsüberschreitungen sehr rigide: Tempo 100 auf einer 70er Strasse, und der Führerschein ist weg. Für Autos mit Anhänger ist die Maximalgeschwindigkeit, auch wenn höhere Geschwindigkeiten zugelassen sind, Tempo 80.

Überholen lassen

In Schweden gibt es oft zweispurige Strassen mit einem sehr breiten Randstreifen. Auf diesen wird nicht überholt, sondern man lässt sich überholen und fährt rechts raus. Dazu sind Sie sogar verpflichtet, und Schweden, die das nicht machen, fallen durch die Führerscheinprüfung.

Wenn Sie überholt werden, ist es absolut verboten, die Geschwindigkeit zu steigern – auch dann, wenn z.B. ein neues Schild eine höhere Geschwindigkeit erlauben würde. Gerade als Tourist ist es oft nicht einfach, diese Regel zu befolgen: Man versinkt in gemütliches Cruisen und schaut sich die Landschaft an. Kommt dann von hinten ein Kleinlaster, der überholt, „erschrickt“ man meistens und steigert unbewusst die Geschwindigkeit.

Notrufnummer

Die Notfallrufnummer ist wie in Deutschland 112. Notfallsäulen sind unbekannt, die Schweden verlassen sich ganz auf ihr Handy oder die Freundlichkeit des nächsten Hausbewohners.

Bahnübergänge

Unbeschrankte Bahnübergänge blinken in Schweden ständig weiss. Damit zeigen sie an, dass sie funktionieren. Nur bei zusätzlichem Rotlicht kommt ein Zug! Bei beschrankten Bahnübergängen sind die Schranken nachgebend konstruiert. Sollten Sie sich innerhalb der geschlossenen Schranken wiederfinden, fahren Sie so schnell wie möglich geradeaus. Die Schranke gibt nach.

Parken / Datumzon

Für das Parken in Schweden gelten im grossen und ganzen ähnliche Regeln wie in Deutschland. Parken ist verboten auf Fern- und sogar auf Vorfahrtsstraßen, vor oder nach Kreuzungen, Fußgängerüberwegen oder Bahnübergängen, und nur, wenn die Straße breit genug ist. Eine durchgezogene oder gestrichelte Randlinie verbietet ebenfalls das Parken.

Generell darf man in Schweden 24 Std. auf öffentlichen Parkplätzen parken. Sieht man ein blaues Parkplatzschild mit dem Zusatz “48 tim” ist diese Beschränkung auf 48 Std. verlängert.

In vielen schwedischen Städten wird der Parkraum bewirtschaftet. In der Nähe von Bahnhöfen etc. übernehmen Unternehmen wie z.B. die “Carpark AB” das Eintreiben der Parkgebühren. Die Gebühren können sehr stark schwanken (oft kostet’s um die Ecke nur noch die Hälfte) und werden meist an einem Parkscheinautomaten bezahlt. Dieses Verfahren ist sogar in Parkhäusern üblich.

Auf die Gebührenpflicht weist zum einen ein blaues Parkschild mit dem Zusatz “AVGIFT” hin. Steht dies einfach so, gilt die “Avgift” rund um die Uhr.  Durch eine Beschriftung wie  “Avgift 9 – 16″ wird der gebührenpflichtige Zeitraum eingeschränkt,  gilt dann aber an allen Tagen und nicht nur an Werktagen wie in Deutschland.

Die Gebührenpflicht kann noch weiter ausdifferenziert sein: “Avgift 9-16 (9-14) 9-12” bedeutet: 9-16 an Werktagen, 9-14 an Samstagen und Tagen vor einem Feiertag (eingeklammert) und 9-12 (rot geschrieben) an Sonn- und Feiertagen. Nicht alle Parkscheinautomaten sind so intelligent, dass sie die Regeln automatisch berücksichtigen – man kann also durchaus Parkscheine für Zeiträume erstehen, an denen man überhaupt keine braucht!

Zusätze tauchen auch zusammen mit Park- oder Halteverbotsschildern auf. Ein Halteverbotsschild mit dem Zusatz “P 8-12″ besagt, dass man hier normalerweise nicht halten, von 8-12 aber sogar parken darf!

Zusätze wie “Carpark AB” sollten einen genau nachsehen lassen, ob der Parkplatz wirklich gebührenfrei ist. Einige Parkplätze, z. B. der Hafenparkplatz in Västervik, sind nur im Sommer gebührenbelegt.

Den Hinweis “Datumszone” findet man oft an der Einfahrt in die Städte. Die Datumszone soll z.B. die Arbeit der Müllabfuhr etc. erleichtern und regelt einfach, an welchem Tag auf welcher Strassenseite geparkt werden darf.

Torsby Vandrahem

Keiner der beiden grossen Jugendherbergsvereinigungen angeschlossen, preiswert und sauber und durchaus auch als Hotelersatz brauchbar: Ein bischen Außerhalb von Torsby liegt das Torsby Vandrahem in einer umgebauten Schule – Preise 150 SEK im Mehrbettzimmer, 200 SEK Einzelzimmer. ms Wie in den Vandrahems üblich Zugang zu einer gut ausgestatteten Küche. www.torsbyvandrahem.se.

Für 85 SEK / Tag (warum so teuer?) gibt es einen WLAN Internetzugang. Über den Preis dafür kann man aber verhandeln, wenn man nur mal kurz gucken will.

Sunne Golfrestaurant

Direkt neben der 45 liegt der Golfplatz von Sunne – und ein grosses Denkmal, dass Värmland darstellt. Im grosszügig verglasten Golfklubb (mit wunderschönen Blick auf den Frykensee) wird <strong> an allen Tagen </strong> (also auch Sa. + So.) ein preiswertes und reichhaltiges Lunchbufett angeboten. Empfehlenswert. Ausserdem gibts die ublichen Schnellimbissgerichte von einer Karte (wie z.B. Hamburgerteller)  - also auch mit nörgeligen Teenagern kein Problem.

Wanderungen und andere Ausfluge lassen sich meistens nur mit guten Karten planen. Obwohl draussen im Gelände eine normale Landkarte fast unumgänglich ist, kann man sich die Anschaffung fur die reine Planung sparen. Fur Wanderungen und Fahrradtouren kommen die beiden Kartentypen “gröna kartan” im Massstab 1:50.000 und die blaue “bla kartan” im Masstab 1:100.000 in Frage. Daneben gibt es noch diverse Sonderkarten.

Unter  http://gis.lst.se/lanskartor kan man Landkarten sogar noch bis zu einem deutlich besseren Masstab abrufen und einzelne Seiten ausdrucken. Als Hintergrundkartenmaterial wird die “blaue”, “Grüne” und die noch detailierte ökonomische Karte benutzt.

Egal, ob Du eine Wanderung planst, ein Haus kaufen willst oder Dich über eine Gegen informieren willst: Landkarten sind immer eine gute Infoquelle. Für jede Aufgabe gibt es unterschiedliche Maßstäbe – und oft ist das eine teure Angelegenheit.

Die Bedienung ist eigentlich recht einfach: Man wählt ein Län aus und drückt auf “öppna tittskåp!” (öffne den Schaukasten). Es öffnet sich ein POP-Up Fenster und nun kann man in die (zunächst unbrauchbar aussehende) Karte hineinzoomen und hat eine ganze Menge Werkzeuge zur Verfügung.

Die Auswahl des Läns dient nur dazu, dem “Anfangspunkt” festzulegen. Im “Schaukasten” kann man den Kartenschnitt dann ohne Unterbrechnung zwischen den Läns verschieben. Die Darstellung wird m.E. erheblich übersichtlicher wenn man rechts “visa ortsnam” deaktiviert (dann verschwinden die doppelten Benennungen). Predikat genial! http://gis.lst.se

Fur alle Eisliebhaber gibt es in Torsby ein Lunchbuffet im Restaurant Valbergsängen, bei dem als Nachtisch ein Eisbuffett inklusive ist. Das Eisbuffett kann man auch einzeln kaufen – fur 45 SEK gibt’s Eis satt.

Gutes Kugeleis bekommt man an vielen Stellen – Normalpreise liegen bei ca. 35 SEK  fur 3 Kugeln, Unter anderem verkauft der Schnellimbiss Quickly und der Kiosk “Torsby Jouren” Kugeleis.

An beiden Stellen gibt es auch Softeis. Hat man jemand, der gar nicht genug von dieser Droge kriegen kann, lohnt ein Besuch beim Torsbyjouren: Nach dessen Megabecher (0,5 Liter) Softeis fur 28 SEK.will bestimmt niemand mehr ein zweites.

Will man kreativ gestaltete Eisbecher kaufen (wie in der italienischen Eisdiele), muss man sich nach Lysvik begeben. Mormors Glasscafe hat auf dieses Produkt fast ein Monopol im Nordvärmland.

Zwischen Torsby und Vägsjöfors gibt es von der nordvärmländischen Mountainbikevereinigung ein gut ausgebautes Wegenetz mit 7 Wegen und ca. 180 km Gesamtlänge. Das  bietet  genussvolles Mountainbiking in der värmländischen Waldlandschaft. Motorisierter Verkehr ist auf den Wegen nicht gerne gesehen. Im Weg findet sich eine gute topografischer Kartenausschnitt, der die Wege zeigt. Die Wege sind sehr deutlich markiert.

Leider sind die Wege fur den Normalradler nur bedingt brauchbar. Zwar fuhren sie grosstenteils auf (durchaus problemfrei zu befahrenden) Waldwirtschaftswegen, aber zwischendurch gibt es oft Passagen, wo mit dem normalen Fahrrad das Durchkommen möglich, aber nicht mehr genussvoll ist. Leider ist aus der Karte nicht zu erkennen, um welchen Untergrund es sich bei den Wegabschnitten handelt.

Folgende Wege sind ausgewiesen:

  • grun: 40,7 km, davon 5% auf Asphalt, 60% gut ausgebaute Schotterwege (Waldfahrstrassen) und 35% einfache Wege. Mit einem normalen Fahrrad ist der Grossteil davon sehr gut machbar, nur zwischen Nötberg / Busken und Säterberg sind ca. 3 km ein eher an einen Wanderweg erinnernder Abschnitt.
  • orange: 10,3 km, ganz auf problemfrei zu befahrenden Schotterstrassen.
  • blau: 8,1 km beim Valbergsängen nur einfache Waldpfade.
  • gelb: 4,2 km bei Vägsjöfors, nur einfache Waldpfade.
  • rot: 12,8 km bei Vägsjöfors, 99% einfache Waldpfade
  • 8,5 km schwarze Markierung, 60% Schotterstrasse, 30% Waldpfade, die sich bei Bedarf problemfrei umfahren lassen.

Die Homepage des Nordvärmländischen Mountainbikevereins erreicht man unter mountainbiking.se. Eine der treibenden Kräfte hinter dem Verein betreibt das Feriendorf (Hutten und Camping) “Abbas Stugby”, dessen Rezeption also sehr kompetent weiterhelfen kann. Hier werden auch Mountainbikes vermietet.

Höljes Handel och Krog

Fährt man die 61 vom Klarälvdalen nach Norden, kommt man einen Kilometer vor der Grenze nach Norwegen zu Höljes Handel och Krog.

Als einer der wenigen Stellen dort in der Gegend wird dieses Restaurant nicht von Einwanderern, sondern von Schweden betrieben – und hat daher einen sehr hohen Nutzwert, aber nicht den typisch verspielten ästhetischen Experimentcharakter von Einwandererprojekten, sondern ist einfach, sauber und benutzbar. Es gibt ein recht preiswertes klassisches Essen in Bufettform (verschiedene Gerichte mit allem drum und dran) und Cafeteriaklassiker.

Der angrenzende Laden hat den Charm eines Duty-free Shops, der nicht auf Kitsch, sondern auf Nutzwert ausgerichtet ist. Da gerade Lebensmittel in Schweden billiger sind als in Norwegen, ist der Laden fur einen so kleinen Ort hier gut bis sehr gut sortiert .

Zielgruppe sind klar die Norweger der umliegenden ländlichen Gemeinden fur den billigen Zwischendurcheinkauf. So kann man durchaus das eine oder andere Nutzliche finden – und an der Tankstelle das letzte Mal vor Norwegen etwas billiger tanken.

Restaurang Nian in Torsby

Golfen ist in Schweden keine ganz so exklusive Sache wie in Deutschland. In Torsby gibt es in Oleby einen Golfplatz, dessen Restaurant ein netter Treffpunkt ist. Hier gibt’s ein preiswertes Menu in Buffettform serviert – Preise Mo bis Freitag 75 SEK, am Wochenende gibt es Nachtisch, und daher kostet es Sa-So 85 SEK.

Oleby liegt an der Ostseite des Frykensees, sozusagen sudlich der Reithalle, ca. 3 km ausserhalb des Zentrums von Torsby. Vom Kreisel der E45 findet man es am leichtesten, wenn man auf der 45 Richtung Norden fährt, nach einigen Kilometern rechts Richtung Hagfors/Ekshärad abbiegt. Auf dieser Strasse nimmt man die zweite Abfahrt nach rechts (beschildert mit Reithalle) und ist nun auf der Strasse, die auf der Ostseite des Frykensees uber Lysvik nach Sunne fuhrt.

Nach einigen Kilometern sieht man den Golfplatz auf der linken Seite liegen. Um zum Restaurant zu kommen, muss man beim “Folkets hus” links ab (direkt hinter dem Ortssschild “Oleby”), fährt an diesem vorbei und biegt wieder links ab und kommt so nach einer erneuten Abbiegung nach links zum Parkplatz des Golfclubs. (Klingt komplizierter als es ist). Webseite des Restaurants: http://www.restaurangnian.se

Restaurang Dutch Mountain

Irgendwo im Nirgendwo liegt an der E45 ganz im Norden das Restaurant “Dutch Mountain” im Prinzip fast auf der Länsgrenze zwischen Värmland und Darlarna, das Restaurant “Holländerberg”. Runderherum gibt es nur Moore und Berge, und man rechnet kaum mit diesem “Vägkrog” (Restaurant am Weg) an der 45 kurz hinter der Landesgrenz Värmland- Darlana.

Das Restaurang wird von Holländern betrieben, die aus mir nicht ganz nachvollziehbaren Grunden meinen, dass man mitten in der Wildnis scharf auf eine Mischung aus holländischer Kuche (was immer das sein soll) und schlechtem Souvenirshop hat. Wie fast immer bei Auswanderern hat das Ganze einen gewissen Alternativcharme, aber leider wenig Substanz.

Immerhin ist es sehr häufig offen, nicht direkt richtig schlecht und in dieser Gegend einer der wenigen Gelegenheiten, sich auch Abends zu stärken – und einfach deswegen einer Erwähnung wert. Die Preise sind auf jeden Fall nicht billig, aber angemessen, bei einigen Produkten aber uberteuert.

Auf der eher ungewöhnlichen Karte finden sich Klassiker wie ein Hamburgerteller, Toast und Baguette in verschiedenen Varianten und Dinge wie eine Tagessuppe und Gulasch (köttgryta), was eher in die Rubrik ungewöhnlich in Schweden, aber lecker gehört.

Rottneros Park

Ein in gewisser Weise an Mainau erinnernder Blumenpark für das gesetztere Publikum ist der Rottneros Park in Sunne. Isty gut von der 45 zu sehen. Eine Parklandschaft, wie sie auch in England zu finden ist, und wo Eintritt verlangt wird. Gibt auch eine Sammlung historischer Fahrzeuge.

Sirsjöns badplats

Ein sehr schöner Badeplatz etwas ausserhalb von Torsby ist der Badeplatz am Sirsjön. Ausgestattet mit einem klassischen värmländischen Weidezaun, schwimmenden Stegen, Klohäuschen, Liegewiese und Sandstrand ist es hier meistens angenehm ruhig.

Anfahrt: Von Torsby aus der Strasse nach Ekshärad folgen. Nach ca. 2km bei einem gelb- rotem Schild “Kälkerud” links abbiegen und dem kleinen Strässchen folgen. Der Badeplatz liegt dann auf der linken Seite. Total ca. 5 km vor den Toren Torsbys. Die Anfahrt ist auch per Rad wunderschön.

Holländische Pommesbude

Im alten Landhandel in Fensbol haben zwei Holländer eine original holländische Pommesbude aufgemacht. Hier gibt’s Pommes mit vielen verschiedenen Sossen. Der Laden ist im huebschen 50 Jahre Retrostil gestaltet, und es gibt dort gratis Internet.

Mit schwedischen Gewohnheiten haben sich die Inhaber aber noch nicht so ganz angefreundet. Daher können einige Speisen auf der Karte sehr preiswert sein, andere gewöhnliche Kombinationen (wie ein normaler Hamburgerteller) aber gehörig ins Geld gehen.

Ein netter Laden um’s mal auszuprobieren – und sicherlich einer der ungewöhnlichsten im ganzen Värmland.

Im Sommer schlägt in Torsby die Kneipe “Faktoriet” ihre Tore auf. Mit Terrasse am Wasser, die Idylle wird allerdings durch den Ausblick auf das Sägewerk erheblich gestört.

Innen gibt es eine beachtliche Auswahl alkoholischer Getränke (ein Bier 0,4 l ab 49 Sek) mit internationalem Einschlag und eine Speisekarte mit durchaus normalen Preisen. Die Portionsgrössen lassen aber zu wünschen übrig. Innen viel Holz und Lagerhausatmosphäre mit sichtbarem Feuer in Kamin.

Wer auf der 45 bei Stöpafors den Hinweisschildern “Café/Restaurang” folgt, kommt zum Gipfel der Tossebergsklätten. Die Aussicht ueber den Frykensee ist wunderbar – aber auch die Anfahrt auf einer kleinen, super steilen malerischen Strasse an sich eine Sehenswuerdigkeit.

Auf dem Gipfel gibt es einen Aussichtturm mit symbolischer Turmgebuehr und ein ausgesprochen nettes Café in einer Blockhuette mit offenem Kamin. Ein lohnenswerter Ausflug.

Wo wann was los ist

Den sinnvollsten Veranstaltungskalender des Värmlands bietet die Seite www.varmland.org. Die Seite wird vom Regionverbund betreut und gerade von den Gemeinden viel genutzt.

Zweifeln Sie beim Lesen weder an Ihren Sprach- noch an Ihren Kulturkenntnissen. Leider gelingt es den Veranstaltern nur sehr selten, fuer Aussenstehende verständliche Beschreibungen zu formulieren. Ob es sich bei einer Veranstaltung wie “Bollnäsdagen” nun um einen Flohmarkt, ein Jugendfussballturnier oder ein Konzert handelt, weiss man oft erst nach dem Hinfahren. Aber die Kategorien geben ja einen ungefähren Anhaltspunkt.

Im Langlaufskigebiet “Valbergsängen” gibt es ein Restaurang mit preiswerten Lunchbuffett. Montag bis Freitag kostet das Essen 82 SEK, am Wochnende ist oft geschlossen, manchmal gibt es aber gute Wochenendangebote. Ausgerichtet ist das Restaurang hauptsächlich auf Sportler, die eine gute Verpflegung in moderner Atmosphäre wünschen.

Das Essen ist vielfältig, preiswert und gut: Hier gibt es normalerweise zwei Gerichte plus “dagens pasta” (Nudeln des Tages) mit einem eher bemühten Salatbuffett. Highlight: Zum Nachtisch darf an der Eisbar beliebig genascht werden. Die aktuelle Speisekarte findet sich auf http://www.restaurangvalbergsangen.se/

Anfahrt: Von der 45 nördlich von Torsby Richtung Skitunnel / Flugplatz abbiegen. Unmittelbar vor dem Skitunnel den links abbiegen in den “Tunnelvägen” (ab hier auch ausgeschildert). An einer T-Kreuzung rechts, nicht zu übersehen.

Mit wunderbarem Ausblick auf den Frykensee liegt das Landhotel Länsmannsgården etwas nordlich von Sunne.

In ländlicher moderner grosszugiger Atmosphäre kann man hier Donnerstags bis Sonntags am preiswerten Lunchbufett (90 SEK) schlemmen und anschliessend einen Kaffee in den gemutlichen Salongs im ersten Stock geniessen. Selbst zur Hauptessenszeit kommt keine Hektik auf und in der schönen Atmosphäre man kann wirklich Pause machen.

Die Zufahrt ist von der 45 gut ausgeschildert.

In Schweden heißt der öffentliche Wetterdienst SMHI (schwedisches metrologisch- hydrologisches Insitut).  Auf seiner gründlich überarbeiteten Webseite bekommt man viele Hintergrundinformationen und aktuelle Wettervorhersagen. Auch viele Medien, wie z.B. die Wetterseite des schwedische Fernsehens greifen auf die Prognoseinformationen zu. Leider hat das SMHI einen Hang dazu, Informationen die anderswo kostenfrei zu haben sind, verkaufen zu wollen.  Auch der grafische Gimmik macht die Seite störanfällig und unzuverlässig.

Die skandinavischen Nachbarn sind da deutlich mitteilungsfreundlicher – und bieten Ihre Dienste teilweise schön grafisch aufgearbeitet an. Der finnische Wetterdienst Foreca wagt sich an 14 Tageswettervorhersagen. Auch der Wetterdienst klart.se greift auf die finnischen Prognosen zurück, arbeitet Sie aber neu auf.

Die Norweger waren mit Ihrer Wetterseite YR.NO – eine Kooproduktion des norwegischen Fernsehens und des Wetterdienstes – langezeit Vorreiter was Qualität und Detailreichtum angeht. Auch heute noch ist die angenehmerweise ohne allzuviel Schnickschnack auskommende Seite mein klarer Favorit.

Wer Informationen über die Schneelage in den Skigebieten sucht (samt Infos darüber wieviele Pisten geöffnet sind) ist beim snorapporten.se bestens bedient.

Kostenloser Straßenatlas

Der schwedische Telefonbuchverlag ENIRO hat gerade seinen kostenlosen Straßenatlas “Eniro Vägatlas 2010″ herausgebracht. Schweden ist aufgeteilt auf 90 Kartenseiten, außerdem gibt es viele Stadtpläne.

Wie bei Straßenkarten üblich wird für die Karten im Südteil von Schweden der Maßstab 1:250.000 und im Norden 1:400.000 verwendet.

Außer das auf jeder Seite eine Spalte mit Werbung placiert ist, verwendet der Atlas das selbe Kartenmaterial wie die käuflichen. Der Atlas liegt zur Zeit an vielen Tankstellen (vor allem von Statoil, die ein Hauptwerbepartner sind) und Turistinformationen aus.

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